zusammengestellt von Werner Singer  zum Jubiläumsjahr 2003

Streifzug              durch die Vereinsgeschichte

 

Zeit der Gründung Im Jahre 1878 fanden sich sangesfreudige Bürger unserer Stadt zur Gründung des Männergesangvereins „Sängerlust“ zusammen und folgten damit dem Beispiel vieler Deutscher, deren wachsendes Nationalbewusstsein die Verbundenheit mit Volk und Vaterland und der geschichtlichen

deutscher Kultur neu erwachen ließ  und  zur Triebfeder ähnlicher Vereinsgründungen  in zahlreichen deutschen  Städten wurde.
 

Das Wiedererstarken Deutschlands unter der kühnen, planvollen Politik Bismarcks und das wachsende Ansehen unseres Landes unter Kaiser Wilhelm I. beflügelte den Nationalstolz unseres Volkes und machte so auch die Pflege des deutschen Volksliedes zu einer edlen und wichtigen Aufgabe.
So hatte denn der Männergesangverein „Sängerlust“ seinen berechtigten Platz im Leben unserer Stadt und entwickelte sich mit seiner ehrenvollen Aufgabe rasch zu einem echten Kulturträger Eltmanns.
edle und wichtige Aufgabe
 
Dass man die Pflege des deutschen Liedgutes ausschließlich Männern überließ, hatte seine Begründung in der Tatsache, dass die Frauen in der damaligen Zeit noch eine untergeordnete Rolle im öffentlichen Leben spielten  - der Mann war in der Ehe Vormund seiner Frau!  - und sich um derlei hohe Ziele einfach nicht zu kümmern hatten. nur für Männer
 
Überhaupt schien der Gesang als vornehme Kunst zu gelten, deren Ausübung nur Vertretern des gutsituierten Bürgertums vorbehalten blieb, denn unter den Gründungsmitgliedern und Aktiven der ersten Zeit fanden sich ausschließlich Männer der besten Eltmanner Kreise, die auch sorgsam darauf achteten, dass dieses gesellschaftliche Niveau erhalten blieb. So konnten Neuaufnahmen nur erfolgen, wenn der „Aspirant“ von einem bereits etablierten, aktiven Sänger vorgeschlagen und eingeführt wurde und wenn die alsbald durchgeführte „Ballotage“ (eine Abstimmung der Sänger) ein positives Ergebnis brachte. Dieses wiederum war abhängig von den gesanglichen Qualitäten des Kandidaten und mehr noch von seinem gesellschaftlichen Stellenwert. hoher gesellschaftlicher Stellenwert
 
Im Interesse eines zügigen Aufbaus des Vereins wurden Aufnahmeanträge natürlich meist positiv ballotiert, aber hin und wieder kam es auch vor, dass jemand nicht zur Ballotage zugelassen wurde oder gar durch ein negatives Ergebnis abgelehnt wurde. In wie weit bei einer solchen Abstimmung persönliche Motive eine Rolle spielten, lässt sich heute natürlich nicht mehr feststellen, sie scheinen aber auch der Grund dafür zu sein, dass das erste Protokollbuch der Jahre 1878 - 1890 spurlos verschwunden ist  - wohl der erfolgreiche Versuch eines erbosten Bürgers, seine Ablehnung für immer aus den Annalen verschwinden zu lassen
 
Die "Sängerlust" 1880
 
Geht es also um den Nachweis der Vereinsgründung, so müssen wir auf andere Dokumente zurückgreifen wie etwa die Vereinsfahne, die 1890 geweiht wurde und das Gründungsjahr zeigt:

  
Zum Glück fanden wir auch einen Pressebericht, der die rege Aktivität schon im ersten Jahr belegt:

„Neue Würzburger Zeitung“    
Nr. 230  vom 21.8.1878
 Bericht vom 1. Stiftungsfest am 19.8.1878
auf der Stefanshöhe

 Können die Anfänge unseres Vereins also nur noch schwer rekonstruiert werden, zeigt sich doch von Anfang an eine steile Aufwärtsentwicklung der „Sängerlust“, die sich in festlichen Höhepunkten wie dem 10. Stiftungsfest im Jahre 1888 und der Fahnenweihe 1890 äußerten.

Schon bald gehörten zum festen Jahresprogramm des Vereins der alljährliche Sängerball im Fasching, ein Kneipabend mit zahlreichen gesanglichen Einlagen, ein Theaterabend, ein Konzertabend und ein Weihnachtskonzert mit Verlosung - also Veranstaltungen, die den Sängern allerhand abverlangten, denn man begnügte sich keineswegs nur mit Chordarbietungen, sondern glänzte darüber hinaus in gesondert einstudierten Sketchen, Possen, Couplets und Einaktern mit Solovorträgen. die von der Eltmanner Öffentlichkeit stets mit zahlreichem Besuch honoriert wurden.

 

 

Natürlich wurde dem Publikum auch allerhand geboten:

So baute der Verein seinen Theaterfundus ständig weiter aus, verbesserte Bühnendekorationen und Garderoben und steigerte sein Repertoire in zäher Probentätigkeit beträchtlich. Es war gewiss nicht einfach, trotz guter Einnahmen eine Ausgewogenheit der Vereinskasse zu realisieren, wie der alljährliche Vermögensstand bewies, der stets zwischen 0,50 und 2 Mark schwankte.

  

Jahrhundert- wende

 

Trotz permanenter Finanzsorgen nahm der Verein alsbald im Sangesleben des östlichen Unterfrankens eine hervorragende Stellung ein und steuerte zuversichtlich seinem 25. Gründungsfest im Jahre 1903 entgegen, mit dem ein erster großer Beweis seiner Leistungsfähigkeit gelang. Noch im Jubeljahr wurde der örtliche Musikverein integriert, 1904 erfolgte der
Beitritt zum Fränkischen Sängerbund und damit die verstärkte Kontaktpflege zu benachbarten Gesangvereinen. Bereits 1908 war dann die „Sängerlust“ Ausrichter des 26. Gausängerfestes des FSB, das der Verein in Verbindung mit seinem 30. Stiftungsfest zu einem besonderen Festereignis ausgestaltete. Am Fuße der Wallburg gehörten auch alle Eltmanner Vereine der damaligen Zeit zu den Gratulanten:

der Krieger-, der Soldaten-, der Gesellen-, der Bürger-, der Arbeiter-, der Schützen-, der Radfahrer- und der Turnverein, die Freiw. Feuerwehr, der Verein der „Reig’schmeckten“ und die Vereine „Immerlustig“ und „Frischauf“.Zu dieser Zeit war die „Sängerlust“ bereits auf die stattliche Zahl von 36 aktiven, 75 passiven und 19 Ehrenmitgliedern angewachsen, womit sie einer der bedeutendsten Vereine der Stadt geworden war.

 
30. Stiftungsfest 1908
 
Dann allerdings trieb der Verein im Sog der Geschichte dem 1. Weltkrieg entgegen, der zahlreiche Sänger an ferne Fronten entführte und das Vereinsleben bis 1918 vollständig lahm legte.
 
Zwischen den Kriegen Fast um die Hälfte dezimiert begann man dann am 21.12.1918 mit dem Wiederaufbau und durchlebte die politisch und wirtschaftlich wohl hektischste Zeit, die von Weltwirtschaftskrise und Inflation geprägt war. Erst als in Deutschland wieder etwas Ruhe eingekehrt war, konnte man mit einem kontinuierlichen Aufbau des Vereins beginnen und setzte
bis 1928 mit ersten Operetten- und Theateraufführungen neue Akzente. In diesem Jahr profilierte sich dann die „Sängerlust“ anlässlich ihres 50. Stiftungsfestes, das sie in Verbindung mit dem Gausängerfest auf dem Festplatz westlich der Stadt am sonnigen Mainufer feierte, als wieder erstarkter, leistungsfähiger Verein, dessen Bedeutung durch die Anwesenheit von 51 Gesangvereinen eindrucksvoll unterstrichen wurde.
 
 
      

Als nun die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte, hatte der Verein inzwischen wieder seine alte Stärke mit 54 Aktiven und 89 fördernden Mitgliedern erreicht und glänzte auch nach dem Jubiläum mit weiteren Aufführungen:
so wurde 1929 die Operette „Dreimädelhaus“ zu einem großen Publikumserfolg. 

In diesem Jahr begann auch die „Ära Pfrang“, als Lehrer Gottlieb Pfrang die Leitung des Chores übernahm und dieses Amt bis zu seinem Tode am 27.4.1969, die letzten drei Jahre davon als Ehrenchorleiter, mit engagiertem Einsatz ausfüllte. Wie kein anderer hat sich Gottlieb Pfrang um die „Sängerlust“ verdient gemacht und in 40-jähriger 

Chorleitertätigkeit das Gesicht unseres Vereins entscheidend geprägt. Die Ehrungen des Sängerbundes und seine Ernennung zum Ehrenchorleiter konnten nur kleine Zeichen des Dankes sein.

Die Anfänge seines Wirkens waren geprägt von der wirtschaftlichen Notlage des Landes, ehe die nationalsozialistische Herrschaft ab 1933 auch das Vereinsleben stark beeinflusste. Neben staatlich festgesetzten Auftritten wie dem Werbesingen für das deutsche Volkslied, dem Maifeiertag, etc. trat der Chor vor allem 1935 mit der Operette „Tanz ins Glück“ erfolgreich in Erscheinung. Unter der Regie von Ludwig Lutz begann damit eine Reihe glanzvoller Operettendarbietungen in Eltmann, die allerdings durch das Hereinbrechen des 2. Weltkrieges vorerst ein jähes Ende fand.

 
Ein Bild der „Sängerlust“ von 1942
 

Blütezeiten nach dem 
Krieg

 

Erst 1946 begann man wieder mit regelmäßiger Probenarbeit und knüpfte bereits 1947 mit der Operette „Das Walzermädel von Wien“ an frühere Erfolge an. Sogar ein eigenes Vereinsorchester unter der Stabführung von Hans Schömig stand zu dieser Aufführung bereit, die 1948 mit der Operette „Das bezaubernde Fräulein ihre Fortsetzung fand und schließlich

mit dem Stück „Im Weißen Rössl  am Wolfgangsee“ ihren absoluten Höhepunkt erreichte. Diese Jahre dürfen ohne Übertreibung als die Blütezeit des gesanglichen Schaffens der „Sängerlust“ bezeichnet werden.

 
Das Gesamtensemble:    „Im Weißen Rössl“
 
                                  
Hans Schömig als Kaiser Franz-Josef                                                 Alfons Stolz  als ...und ...
 

Angesichts der großartigen Erfolge wuchs der Chor kontinuierlich bis zu einer Stärke von 90 (!) Sängern, der Verein zählte schließlich einen Gesamtstand von 198 Mitgliedern. Verstärktes Engagement mit Auftritten bei zahlreichen Stiftungsfesten und Wertungssingen war die Folge, aber auch in Eltmann selbst gab es z.B. zur Brückeneinweihung, zum Feuerwehrfest, zum Turnfest, zur Glockenweihe, oder zur Einweihung des 2. Bauabschnittes der Gg.-Schäfer-Siedlung, etc. genügend Gelegenheit zu fruchtbarer Öffentlichkeitsarbeit.
So war es auch kein Wunder, dass die Vorbereitungen auf das 75. Stiftungsfest bereits ahnen ließen, dass dieses Ereignis zum bedeutendsten der „Sängerlust“ werden würde.

Mehr als 2000 Gäste bevölkerten das Wallburgstädtchen und ließen die Geburtstagsfeier zu einem Spektakel werden, das Eltmann vorher wohl nur ganz selten erlebt haben dürfte.

 
Der Chor 1953
Festzug 1953 Vorstand Michael Seybold (links)
 
Die folgenden Jahre waren hauptsächlich Kontakten zu befreundeten Vereinen gewidmet, denen man Gegenbesuche schuldig war. Die Uraufführung eines preisgekrönten Chorsatzes des Valentin-Becker- Komponisten-Wettbewerbes in Bad Brückenau zeigte, dass der Chor auch überörtlich großes Ansehen genoss.
 
Bad Brückenau 1955

 

Neuerungen bis 1978

 

Die vielen Reisen regten das Fernweh der Sänger anscheinend sehr an, so dass man sich 1963 erstmals auch zu einer Viertagesfahrt nach Salzburg entschloss, der in den nächsten Jahren weitere Ausflüge in unser Nachbarland folgten und zu herzlichen Kontakten mit den dortigen Vereinen führten.

Viele erinnern sich noch gerne an Spittal, Saalbach, Spitz oder an das Österreichische Bundessängerfest  in Wien.
Einen gewissen Bruch mit einer alten Tradition brachte das Jahr 1966, als man unter Vorstand Hans  Prokein  die Singstunden trotz großer Skepsis von Samstag auf Dienstag verlegte und so den wachsenden Freizeitangeboten und der steigenden Mobilität der Menschen Rechnung trug - ein Schritt, der sich alsbald als Volltreffer erwies, denn innerhalb kurzer Zeit trat eine Reihe jüngerer Sänger dem Chor bei, der inzwischen mit nur 45 Sängern ein bedenkliches Tief erreicht hatte. Beim Festkonzert anlässlich des 90-jährigen Bestehens präsentierte sich dann aber  der Chor 1968 im alten Kinosaal unter Chorleiter Georg Senger in alter Stärke und bewies, dass man die Jahre des Umbruchs erfolgreich überwunden hatte.
Leider erlitt der Verein 1969 durch den Tod seines Ehrenchorleiters Gottlieb Pfrang und des Leiters des Salonorchesters, Oberlehrer Hans Radl, einen herben Verlust. Das Salonorchester, in seinem musikalischen Können gerade voll erblüht, fiel ohne seinen Motor rasch auseinander und wird seitdem oft schmerzlich vermisst.

 
Der Chor beim Österr. Bundessängerfest in Wien 1971
 

Als zu Beginn der 70er Jahre Vorstand Georg Vogel und Chorleiter Reinhold Schömig die Führung übernahmen, konnte noch niemand wissen, dass mit ihnen für  die nächsten 25 Jahre Kontinuität und Beständigkeit Einzug gehalten hatten und die besten Voraussetzungen für weiteren Aufschwung gegeben waren. 
Zum Glück fand auch das Salonorchester 1972 mit dem Doppelsextett unter der fachkundigen Leitung von Fred Söldner einen zwar andersartigen, aber gleich-wertigen musikalischen Nachfolger, der mit seinen internationalen Folksongs eine willkommene Ergänzung zum großen Chor darstellte. Von nun an war die „Sängerlust“ mit zwei leistungsstarken Chören vertreten und erwarb sich mehr und mehr den Ruf eines hervorragenden Klangkörpers, der sich überall hören und sehen lassen konnte.

 
 Das Doppelsextett 1977
 
 Mit der Einführung einer eigenen Vereinszeitung 1974 als Bindeglied zwischen den aktiven und fördernden Mitgliedern und mit dem Ausbau des Jahresprogramms durch Bunte Abende, Familienfeste, Theaterfahrten und Konzertreihen erhöhte man Zug um Zug die Attraktivität des Vereins. Als 1976 bei den Mitgliederzahlen die magische Zahl 200 überschritten wurde und der Chor 13 erste, 17 zweite Tenöre sowie 15 erste und 17 zweite Bässe - zusammen also 62 Aktive zählte, steuerte die „Sängerlust“ selbstbewusst und engagiert ihrer 100-Jahr-Feier im Jahre 1978 entgegen.
 
Mit einem internen Ehrenabend und einem rauschenden viertägigen Sängerfest mit nahezu 40 Gastchören und zahlreicher Prominenz stand sie den vorherigen Jubiläen in nichts nach und ist vielen von uns, die selbst schon aktiv mitwirkten, noch in bester Erinnerung.
Verleihung der Zelter-Plakette an Vorstand Georg Vogel am 16.4.78 auf der Burg Trausnitz in Landshut  
  
Der Chor 1978
 
Im Wandel der Zeit  Dennoch kam die „Sängerlust“ in den Folgejahren an den gesellschaftlichen Veränderungen und am Wandel des Zeitgeistes nicht ungeschoren vorbei.

Der steigende Lebensstandard, die sich vielfältig öffnende multimediale Welt, die Flut neuer Freizeittrends und viele andere Einflüsse drängten das Chorwesen immer weiter zurück und verpassten dem „Männerchorgesang“ den Touch der Verstaubtheit, des Altmodischen  -  ein Stempel, gegen den zu kämpfen sich als immer schwerer erwies. Reihenweise beklagten benachbarte Männerchöre den Nachwuchsmangel, gaben ganz auf oder retteten ihre Zukunft im Wechsel zu einem gemischten Chor.
In Eltmann aber war man gewillt, den Männerchor in seinem Bestand zu erhalten und hatte bei mehreren örtlichen Großereignissen beste Gelegenheiten zur Imagepflege: bei der 650-Jahr-Feier der Stadt konnte man 1985 mit einem italienischen Gastchor  musikalische Glanzpunkte setzen und beim historischen Festzug einen unvergesslichen Beitrag leisten:

 
 
Aber auch seit der Einweihung der Stadthalle gelangen immer wieder glanzvolle Abende, die den Ruf der „Sängerlust“ stärkten. Als 1994 Vorstand Georg Vogel sein Amt an Werner Singer übergab, war seine Ernennung zum Ehrenvorstand daher nur die logische Konsequenz großer Verdienste.
 
Die Einbindung der „Sängerlust“ in die Festgemeinschaft „Biertage“ und weitere gelungene Veranstaltungen wie z.B. die unvergessenen Jubiläumsvorstellungen des Doppelsextetts 1992 und 1997 stärkten das Bild des Vereins in der Öffentlichkeit weiter.

Die entscheidende Verbesserung gelang aber, als 1997 durch den Umzug ins Kolpinghaus die Probensituation optimiert werden und der Schwund der Sängerzahlen eingedämmt werden konnte.

  Doppelsextett 1992
 
Der Chor 1992 in neuem Outfit
 
Nachdem schweren Herzens mehrere säumige Sänger zur Passivität überschrieben worden waren, wurde mit nun nur noch 40 Aktiven leistungsorientierter weiter gearbeitet. Als dem Männerchor dann 1996 die Stufe B (mittelschwer bis schwer) beim Leistungssingen in Würzburg gelang, atmeten alle sichtlich erleichtert auf, denn die erhoffte Stabilisierung war gelungen und eine gewisse Spitzenposition im Sängerkreis erreicht, zumal die Leistungsprüfung  2002 trotz erheblich gestiegener Kriterien erfolgreich wiederholt werden konnte...
 

Öffnung
auch für Frauen

Im Jahr 1998 ergab sich dann in der Person von Heinrich Sender die große Chance, den Chorgesang in Eltmann auch für Frauen zugänglich zu machen. Unser Aufruf wurde zu unser aller Freude bei der ersten Zusammenkunft am 15. Oktober 1998 spontan von mehr als 40 Damen wahrgenommen.
 Der Frauenchor entstand als neuer Klangkörper und ist schnell auf mehr als 50 Sängerinnen angewachsen. Im Jahre 2006 übernahm dann Sonja Wißmüller den Chor und setzte die Entwicklung schwungvoll fort, sodass unser Frauenchor überall sehr gelobt wird. Im Jahre 2009 übernahm Rainer Gressel die Führung und schafft es, die Begeisterung unserer Damen mit temperamentvollen Auftritten wachzuhalten.

125-Jahr-Feier   

In logischer Konsequenz der neuen Stärke gestalteten wir 2003 unser 125. Stiftungsfest mit einer ganzen Reihe hochkarätiger Veranstaltungen, bei denen wir versuchten, die traditionellen Formen in zeitgemäßere umzuwandeln und das Bild eines modernen Gesangvereins zu definieren. Matine, Jubiläumsabend, Chorfest, Ehrenabend und das Festkonzert "Finalissimo" gelangen großartig und fügten sich so in die Reihe der großen Jubiläen nahtlos ein. 

 

 Kinderchor  und Jugendchor Im Jahre 2005 ging auch ein lang gehegter Wunsch endlich in Erfüllung:  Sonja Wißmüller (damals noch geb. Uttenreuther) setzte sich für die Neugründung eines Kinderchores ein und verstand es  blendend, die Kinder dank ihres jugendlichen Elans von Anfang an zu begeistern. Schnell wuchs der Chor auf über 50 Aktive und gab sich mit "Wallburgspatzen" einen ortsbezogenen treffenden Namen. 
Im Jahre 2007 gelang es auch, auf dem Kinderchor aufbauend einen Jugendchor ins Leben zu rufen,  der unter der Leitung von Bettina Grasser zur Adventsfeier sein vielversprechendes Debut gab. Im Jahr 2009 übernahm Sonja Wißmüller die Leitung, integrierte die größeren "Wallburgspatzen" und baute den Chor zielstrebig auf. Nach ersten gelungenen Darbietungen wuchs schnell das Selbstbewusstsein und unter dem neuen Namen "Cantarella" steht dem Ensemble eine hoffnungsvolle Zukunft bevor.   

 

Im Jahre 2007 ergab sich durch den überraschenden Tod des langjährigen Chorleiters Reinhold Schömig auch ein Dirigentenwechsel beim Männerchor: Rolf  Nikolay übernahm die Leitung und führte den  recht deprimierten Chor bald  zu alter Leistungsstärke zurück. 

Mit dem Musical "Der kleine Tag" gelang Ende des Jahres 2007 eine überwältigende Inszenierung, die zeigte, wie viel Power in der "Sängerlust" steckt. 

Aber auch im November 2008 bewies der Verein bei einem Bunten Abend anlässlich seines          130. Stiftungsfestes, das zusammen mit dem 10-jährigen Bestehen des Frauenchores gefeiert wurde, neuen Schwung und neue Begeisterung, die sich hoffentlich noch lange fortsetzt.                                 

Heute 

präsentiert sich die „Sängerlust“ mit ihrem Frauenchor, dem Männerchor und dem Doppelsextett, dem Kinder- und dem Jugendchor mit insgesamt etwa 140 Aktiven, mit erfahrenen, engagierten Chorleitern, mit einem hervorragenden Probenlokal,  mit Einsatz-  und Leistungsbereitschaft, mit einem Herz für den Chorgesang und die Musik, ...   und hofft, dass sie in den Augen Außenstehender als lebendige Gemeinschaft gesehen wird, als Gruppe, die Freude am gemeinsamen Tun hat, die auch bereit ist, zum Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders in unserer Stadt beizutragen - eben als ein Verein, in dem es sich lohnt mitzutun.

 
 

Dazu laden wir alle recht herzlich ein:

- aus Lust am Singen

 



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