| Streifzug
durch die Vereinsgeschichte
|
| Zeit
der Gründung |
Im
Jahre 1878 fanden sich sangesfreudige Bürger unserer Stadt zur Gründung
des Männergesangvereins „Sängerlust“ zusammen und folgten damit dem
Beispiel vieler Deutscher, deren wachsendes Nationalbewusstsein die
Verbundenheit mit Volk
und
Vaterland und der geschichtlichen |
|
deutscher Kultur neu erwachen
ließ und
zur Triebfeder ähnlicher Vereinsgründungen in zahlreichen deutschen Städten wurde.
|
Das
Wiedererstarken Deutschlands unter der kühnen, planvollen Politik
Bismarcks und das wachsende Ansehen unseres Landes unter Kaiser Wilhelm I.
beflügelte den Nationalstolz unseres Volkes und machte so auch die Pflege
des deutschen Volksliedes zu einer edlen und wichtigen Aufgabe.
So hatte denn der Männergesangverein „Sängerlust“
seinen berechtigten Platz im Leben unserer Stadt und entwickelte sich mit
seiner ehrenvollen Aufgabe rasch zu einem echten Kulturträger Eltmanns. |
edle
und wichtige Aufgabe |
| |
|
|
|
| Dass man die Pflege des deutschen Liedgutes
ausschließlich Männern überließ, hatte seine Begründung in der
Tatsache, dass die Frauen in der damaligen Zeit noch eine untergeordnete
Rolle im öffentlichen Leben spielten
- der Mann war in der Ehe Vormund seiner Frau!
- und sich um derlei hohe Ziele einfach nicht zu kümmern hatten. |
nur
für Männer |
| |
|
|
|
| Überhaupt schien der Gesang als vornehme Kunst zu
gelten, deren Ausübung nur Vertretern des gutsituierten Bürgertums
vorbehalten blieb, denn unter den Gründungsmitgliedern und Aktiven der
ersten Zeit fanden sich ausschließlich Männer der besten Eltmanner
Kreise, die auch sorgsam darauf achteten, dass dieses gesellschaftliche
Niveau erhalten blieb. So konnten Neuaufnahmen nur erfolgen, wenn der
„Aspirant“ von einem bereits etablierten, aktiven Sänger
vorgeschlagen und eingeführt wurde und wenn die alsbald durchgeführte
„Ballotage“ (eine Abstimmung der Sänger) ein positives Ergebnis
brachte. Dieses wiederum war abhängig von den gesanglichen Qualitäten
des Kandidaten und mehr noch von seinem gesellschaftlichen Stellenwert. |
hoher
gesellschaftlicher Stellenwert |
| |
|
|
|
| Im Interesse eines zügigen Aufbaus des Vereins
wurden Aufnahmeanträge natürlich meist positiv ballotiert, aber hin und
wieder kam es auch vor, dass jemand nicht zur Ballotage zugelassen wurde
oder gar durch ein negatives Ergebnis abgelehnt wurde. In wie weit bei
einer solchen Abstimmung persönliche Motive eine Rolle spielten, lässt
sich heute natürlich nicht mehr feststellen, sie scheinen aber auch der
Grund dafür zu sein, dass das erste Protokollbuch der Jahre 1878 - 1890
spurlos verschwunden ist -
wohl der erfolgreiche Versuch eines erbosten Bürgers, seine Ablehnung für
immer aus den Annalen verschwinden zu lassen |
| |
|
|
|
| Die
"Sängerlust" 1880 |
|
|
 |
| |
|
|
|
| Geht es also um den Nachweis der Vereinsgründung,
so müssen wir auf andere Dokumente zurückgreifen wie etwa die
Vereinsfahne, die 1890 geweiht wurde und das Gründungsjahr zeigt: |
|

|

|
| |
|
|
|
| Zum Glück fanden wir auch einen Pressebericht, der
die rege Aktivität schon im ersten Jahr belegt:
„Neue
Würzburger Zeitung“
Nr. 230 vom
21.8.1878
Bericht
vom 1. Stiftungsfest am 19.8.1878
auf der Stefanshöhe
Können
die Anfänge unseres Vereins also nur noch schwer rekonstruiert werden,
zeigt sich doch von Anfang an eine steile Aufwärtsentwicklung der „Sängerlust“,
die sich in festlichen Höhepunkten wie dem 10. Stiftungsfest im Jahre
1888 und der Fahnenweihe 1890 äußerten.
Schon
bald gehörten zum festen Jahresprogramm des Vereins der alljährliche Sängerball
im Fasching, ein Kneipabend mit zahlreichen gesanglichen Einlagen, ein
Theaterabend, ein Konzertabend und ein Weihnachtskonzert mit Verlosung -
also Veranstaltungen, die den Sängern allerhand abverlangten, denn man
begnügte sich keineswegs nur mit Chordarbietungen, sondern glänzte darüber
hinaus in gesondert einstudierten Sketchen, Possen, Couplets und Einaktern
mit Solovorträgen. die von der Eltmanner Öffentlichkeit stets mit
zahlreichem Besuch honoriert wurden.
|
 |
| |
|
|
|
|
Natürlich
wurde dem Publikum auch allerhand geboten:
So baute der Verein seinen Theaterfundus ständig weiter aus,
verbesserte Bühnendekorationen und Garderoben und steigerte sein
Repertoire in zäher Probentätigkeit beträchtlich. Es war gewiss nicht
einfach, trotz guter Einnahmen eine Ausgewogenheit der Vereinskasse zu
realisieren, wie der alljährliche Vermögensstand bewies, der stets
zwischen 0,50 und 2 Mark schwankte. |
| |
|
|
|
|
Jahrhundert-
wende
|
Trotz
permanenter Finanzsorgen nahm der Verein alsbald im Sangesleben des östlichen
Unterfrankens eine hervorragende Stellung ein und steuerte zuversichtlich
seinem 25. Gründungsfest im Jahre 1903 entgegen, mit dem ein erster großer
Beweis seiner Leistungsfähigkeit gelang. Noch im Jubeljahr wurde der örtliche
Musikverein integriert, 1904
erfolgte der |
| Beitritt
zum Fränkischen Sängerbund und damit die verstärkte Kontaktpflege zu
benachbarten Gesangvereinen. Bereits 1908 war dann die „Sängerlust“
Ausrichter des 26. Gausängerfestes des FSB, das der Verein in Verbindung
mit seinem 30. Stiftungsfest zu einem besonderen Festereignis
ausgestaltete. Am Fuße der Wallburg gehörten auch alle Eltmanner Vereine
der damaligen Zeit zu den Gratulanten: |
|
der
Krieger-, der Soldaten-, der Gesellen-, der Bürger-, der Arbeiter-, der
Schützen-, der Radfahrer- und der Turnverein, die Freiw. Feuerwehr, der
Verein der „Reig’schmeckten“ und die Vereine „Immerlustig“ und
„Frischauf“.Zu dieser Zeit war die „Sängerlust“ bereits auf die
stattliche Zahl von 36 aktiven, 75 passiven und 19 Ehrenmitgliedern
angewachsen, womit sie einer der bedeutendsten Vereine der Stadt geworden
war. |
| |
|
|
|
| 30.
Stiftungsfest 1908 |
|
|
|
 |
| |
|
|
|
| Dann
allerdings trieb der Verein im Sog der Geschichte dem 1. Weltkrieg
entgegen, der zahlreiche Sänger an ferne Fronten entführte und das
Vereinsleben bis 1918 vollständig lahm legte. |
| |
|
|
|
| Zwischen
den
Kriegen |
Fast um die Hälfte dezimiert begann man dann am
21.12.1918 mit dem Wiederaufbau und durchlebte die politisch und
wirtschaftlich wohl hektischste Zeit, die von Weltwirtschaftskrise und
Inflation geprägt war. Erst als in Deutschland wieder etwas Ruhe
eingekehrt war, konnte man mit einem kontinuierlichen Aufbau des Vereins
beginnen und setzte |
| bis 1928 mit ersten Operetten- und Theateraufführungen
neue Akzente. In diesem Jahr profilierte sich dann die „Sängerlust“
anlässlich ihres 50. Stiftungsfestes, das sie in Verbindung mit dem Gausängerfest
auf dem Festplatz westlich der Stadt am sonnigen Mainufer feierte, als
wieder erstarkter, leistungsfähiger Verein, dessen Bedeutung durch die
Anwesenheit von 51 Gesangvereinen eindrucksvoll unterstrichen wurde. |
| |
|
|
|
 |
| |
|
|
|
|
Als
nun die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte, hatte der Verein
inzwischen wieder seine alte Stärke mit 54 Aktiven und 89 fördernden
Mitgliedern erreicht und glänzte auch nach dem Jubiläum mit weiteren
Aufführungen:
so wurde 1929 die Operette „Dreimädelhaus“ zu einem großen
Publikumserfolg.
In diesem Jahr begann auch die „Ära Pfrang“, als Lehrer Gottlieb
Pfrang die Leitung des Chores übernahm und dieses Amt bis zu seinem Tode
am 27.4.1969, die letzten drei Jahre davon als Ehrenchorleiter, mit
engagiertem Einsatz ausfüllte. Wie kein anderer hat sich Gottlieb Pfrang
um die „Sängerlust“ verdient gemacht und in 40-jähriger |
| Chorleitertätigkeit
das Gesicht unseres Vereins entscheidend geprägt.
Die Ehrungen des Sängerbundes und seine Ernennung zum Ehrenchorleiter
konnten nur kleine Zeichen des Dankes sein.
Die
Anfänge seines Wirkens waren geprägt von der wirtschaftlichen Notlage
des Landes, ehe die nationalsozialistische Herrschaft ab 1933 auch das
Vereinsleben stark beeinflusste. Neben staatlich festgesetzten Auftritten
wie dem Werbesingen für das deutsche Volkslied, dem Maifeiertag, etc.
trat der Chor vor allem 1935 mit der Operette „Tanz ins Glück“
erfolgreich in Erscheinung. Unter der Regie von Ludwig Lutz begann damit
eine Reihe glanzvoller Operettendarbietungen in Eltmann, die allerdings
durch das Hereinbrechen des 2. Weltkrieges vorerst ein jähes Ende fand. |
| |
|
|
|
| Ein
Bild der „Sängerlust“ von 1942 |
|
|
 |
| |
|
|
|
|
Blütezeiten
nach dem
Krieg
|
Erst
1946 begann man wieder mit regelmäßiger Probenarbeit und knüpfte
bereits 1947 mit der Operette „Das Walzermädel von Wien“ an frühere
Erfolge an. Sogar ein eigenes Vereinsorchester unter der Stabführung von
Hans Schömig stand zu dieser Aufführung bereit, die 1948 mit der
Operette „Das bezaubernde Fräulein ihre Fortsetzung fand und schließlich |
|
mit
dem Stück „Im Weißen Rössl am
Wolfgangsee“ ihren absoluten Höhepunkt erreichte. Diese
Jahre dürfen ohne Übertreibung als die Blütezeit des gesanglichen
Schaffens der „Sängerlust“ bezeichnet werden. |
| |
|
|
|
 |
| Das
Gesamtensemble:
„Im Weißen Rössl“ |
|
|
| |
|
|
|
 |
 |
| Hans Schömig
als Kaiser Franz-Josef
Alfons Stolz als ...und
... |
| |
|
|
|
|
Angesichts
der großartigen Erfolge wuchs der Chor kontinuierlich bis zu einer Stärke
von 90 (!) Sängern, der Verein zählte schließlich einen Gesamtstand von
198 Mitgliedern. Verstärktes Engagement mit Auftritten bei zahlreichen
Stiftungsfesten und Wertungssingen war die Folge, aber auch in Eltmann
selbst gab es z.B. zur Brückeneinweihung, zum Feuerwehrfest, zum
Turnfest, zur Glockenweihe, oder zur Einweihung des 2. Bauabschnittes der
Gg.-Schäfer-Siedlung, etc. genügend Gelegenheit zu fruchtbarer Öffentlichkeitsarbeit.
So war es auch kein Wunder, dass die Vorbereitungen auf das 75.
Stiftungsfest bereits ahnen ließen, dass dieses Ereignis zum
bedeutendsten der „Sängerlust“ werden würde.
Mehr
als 2000 Gäste bevölkerten das Wallburgstädtchen und ließen die
Geburtstagsfeier zu einem Spektakel werden, das Eltmann vorher wohl nur
ganz selten erlebt haben dürfte. |
| |
|
|
|
 |
| Der
Chor 1953 |
|
|
|
 |
 |
|
| Festzug
1953 |
|
Vorstand
Michael Seybold (links) |
| |
|
|
|
| Die
folgenden Jahre waren hauptsächlich Kontakten zu befreundeten Vereinen
gewidmet, denen man Gegenbesuche schuldig war. Die Uraufführung eines
preisgekrönten Chorsatzes des Valentin-Becker- Komponisten-Wettbewerbes in
Bad Brückenau zeigte, dass der Chor auch überörtlich großes Ansehen
genoss. |
| |
|
|
|
Bad
Brückenau 1955
|
|
Neuerungen
bis
1978
|
Die
vielen Reisen regten das Fernweh der Sänger anscheinend sehr an, so dass
man sich 1963 erstmals auch zu einer Viertagesfahrt nach Salzburg
entschloss, der in den nächsten Jahren weitere Ausflüge in unser
Nachbarland folgten und zu herzlichen Kontakten mit den dortigen Vereinen
führten. |
|
Viele
erinnern sich noch gerne an Spittal, Saalbach, Spitz oder an das Österreichische
Bundessängerfest in Wien.
Einen gewissen Bruch mit einer alten Tradition brachte das Jahr
1966, als man unter Vorstand Hans Prokein die Singstunden trotz großer
Skepsis von Samstag auf Dienstag verlegte und so den wachsenden
Freizeitangeboten und der steigenden Mobilität der Menschen Rechnung trug
- ein Schritt, der sich alsbald als Volltreffer erwies, denn innerhalb
kurzer Zeit trat eine Reihe jüngerer Sänger dem Chor bei, der inzwischen
mit nur 45 Sängern ein bedenkliches Tief erreicht hatte. Beim Festkonzert
anlässlich des 90-jährigen Bestehens präsentierte sich dann aber der Chor 1968 im alten Kinosaal unter Chorleiter Georg Senger
in alter Stärke und bewies, dass man die Jahre des Umbruchs erfolgreich
überwunden hatte.
Leider erlitt der Verein 1969 durch den Tod seines Ehrenchorleiters
Gottlieb Pfrang und des Leiters des Salonorchesters, Oberlehrer Hans Radl,
einen herben Verlust. Das Salonorchester, in seinem musikalischen Können
gerade voll erblüht, fiel ohne seinen Motor rasch auseinander und wird
seitdem oft schmerzlich vermisst. |
| |
|
|
|
 |
| Der
Chor beim Österr. Bundessängerfest in Wien 1971 |
| |
|
|
|
|
Als
zu Beginn der 70er Jahre Vorstand Georg Vogel und Chorleiter Reinhold Schömig
die Führung übernahmen, konnte noch niemand wissen, dass mit ihnen für
die nächsten 25 Jahre Kontinuität und Beständigkeit Einzug
gehalten hatten und die besten Voraussetzungen für weiteren Aufschwung
gegeben waren.
Zum Glück fand auch das Salonorchester 1972 mit dem Doppelsextett unter
der fachkundigen Leitung von Fred Söldner einen zwar andersartigen, aber
gleich-wertigen musikalischen Nachfolger, der mit seinen internationalen
Folksongs eine willkommene Ergänzung zum großen Chor darstellte. Von nun
an war die „Sängerlust“ mit zwei leistungsstarken Chören vertreten
und erwarb sich mehr und mehr den Ruf eines hervorragenden Klangkörpers,
der sich überall hören und sehen lassen konnte. |
| |
|
|
|
 |
| Das
Doppelsextett 1977 |
| |
|
|
|
| Mit
der Einführung einer eigenen Vereinszeitung 1974 als Bindeglied zwischen
den aktiven und fördernden Mitgliedern und mit dem Ausbau des
Jahresprogramms durch Bunte Abende, Familienfeste, Theaterfahrten und
Konzertreihen erhöhte man Zug um Zug die Attraktivität des Vereins. Als
1976 bei den Mitgliederzahlen die magische Zahl 200 überschritten wurde
und der Chor 13 erste, 17 zweite Tenöre sowie 15 erste und 17 zweite Bässe
- zusammen also 62 Aktive zählte, steuerte die „Sängerlust“
selbstbewusst und engagiert ihrer 100-Jahr-Feier im Jahre 1978 entgegen. |
| |
|
|
|
 |
Mit
einem internen Ehrenabend und einem rauschenden viertägigen Sängerfest
mit nahezu 40 Gastchören und zahlreicher Prominenz stand sie den
vorherigen Jubiläen in nichts nach und ist vielen von uns, die selbst
schon aktiv mitwirkten, noch in bester Erinnerung. |
|
|
|
|
| Verleihung
der Zelter-Plakette an Vorstand Georg Vogel am 16.4.78 auf der Burg
Trausnitz in Landshut |
 |
| |
|
|
|
 |
| Der
Chor 1978 |
| |
|
|
|
| Im
Wandel der Zeit |
Dennoch kam die „Sängerlust“ in den Folgejahren
an den gesellschaftlichen Veränderungen und am Wandel des Zeitgeistes
nicht ungeschoren vorbei. |
|
Der steigende Lebensstandard, die sich vielfältig
öffnende multimediale Welt, die Flut neuer Freizeittrends und viele
andere Einflüsse drängten das Chorwesen immer weiter zurück und
verpassten dem „Männerchorgesang“ den Touch der Verstaubtheit, des
Altmodischen -
ein Stempel, gegen den zu kämpfen sich als immer schwerer erwies.
Reihenweise beklagten benachbarte Männerchöre den Nachwuchsmangel, gaben
ganz auf oder retteten ihre Zukunft im Wechsel zu einem gemischten Chor.
In Eltmann aber war man gewillt, den Männerchor in seinem Bestand zu
erhalten und hatte bei mehreren örtlichen Großereignissen beste
Gelegenheiten zur Imagepflege: bei der 650-Jahr-Feier der Stadt konnte man
1985 mit einem italienischen Gastchor
musikalische Glanzpunkte setzen und beim historischen Festzug einen
unvergesslichen Beitrag leisten: |
| |
|
|
|
 |
| |
|
|
|
 |
Aber
auch seit der Einweihung der Stadthalle gelangen immer wieder glanzvolle
Abende, die den Ruf der „Sängerlust“ stärkten. Als 1994 Vorstand
Georg Vogel sein Amt an Werner Singer übergab, war seine Ernennung zum
Ehrenvorstand daher nur die logische Konsequenz großer Verdienste. |
| |
|
|
|
| Die Einbindung der „Sängerlust“ in die
Festgemeinschaft „Biertage“ und weitere gelungene Veranstaltungen wie
z.B. die unvergessenen Jubiläumsvorstellungen des Doppelsextetts 1992 und
1997 stärkten das Bild des Vereins in der Öffentlichkeit weiter.
Die entscheidende Verbesserung gelang aber, als 1997
durch den Umzug ins Kolpinghaus die Probensituation optimiert werden und
der Schwund der Sängerzahlen eingedämmt werden konnte. |
 |
| |
|
Doppelsextett
1992 |
| |
|
|
|
 |
| Der
Chor 1992 in neuem Outfit |
|
|
| |
|
|
|
| Nachdem
schweren Herzens mehrere säumige Sänger zur Passivität überschrieben
worden waren, wurde mit nun nur noch 40 Aktiven leistungsorientierter
weiter gearbeitet. Als dem Männerchor dann 1996 die Stufe B (mittelschwer
bis schwer) beim Leistungssingen in Würzburg gelang, atmeten alle
sichtlich erleichtert auf, denn die erhoffte Stabilisierung war gelungen
und eine gewisse Spitzenposition im Sängerkreis erreicht, zumal die
Leistungsprüfung 2002 trotz erheblich gestiegener Kriterien
erfolgreich wiederholt werden konnte... |
| |
|
|
|
Öffnung
auch für Frauen
|
Im
Jahr 1998 ergab sich dann in der Person von Heinrich Sender die große
Chance, den Chorgesang in Eltmann auch für Frauen zugänglich zu machen.
Unser Aufruf wurde zu unser aller Freude bei der ersten Zusammenkunft am
15. Oktober 1998 spontan von
mehr als 40 Damen wahrgenommen. |
| Der Frauenchor entstand als neuer Klangkörper
und ist schnell auf mehr als 50 Sängerinnen angewachsen. Im Jahre 2006
übernahm dann Sonja Wißmüller den Chor und setzte die Entwicklung
schwungvoll fort, sodass unser Frauenchor überall sehr gelobt wird. Im
Jahre 2009 übernahm Rainer Gressel die Führung und schafft es, die
Begeisterung unserer Damen mit temperamentvollen Auftritten wachzuhalten.
125-Jahr-Feier
|
| In
logischer Konsequenz der neuen Stärke gestalteten wir 2003 unser 125.
Stiftungsfest mit einer ganzen Reihe hochkarätiger Veranstaltungen, bei
denen wir versuchten, die traditionellen Formen in zeitgemäßere
umzuwandeln und das Bild eines modernen Gesangvereins zu definieren.
Matine, Jubiläumsabend, Chorfest, Ehrenabend und das Festkonzert "Finalissimo"
gelangen großartig und fügten sich so in die Reihe der großen Jubiläen
nahtlos ein.
|
| Kinderchor und
Jugendchor |
Im Jahre 2005 ging auch ein lang gehegter Wunsch
endlich in
Erfüllung: Sonja Wißmüller (damals noch geb. Uttenreuther) setzte sich für die Neugründung eines Kinderchores ein
und verstand es blendend, die Kinder dank ihres jugendlichen Elans
von Anfang an zu begeistern. Schnell wuchs der Chor auf über 50 Aktive
und gab sich mit "Wallburgspatzen" einen ortsbezogenen
treffenden Namen. |
| Im Jahre 2007 gelang es auch, auf
dem Kinderchor aufbauend einen Jugendchor ins Leben zu rufen, der
unter der Leitung von Bettina Grasser zur Adventsfeier sein
vielversprechendes Debut gab. Im Jahr 2009 übernahm Sonja Wißmüller die
Leitung, integrierte die größeren "Wallburgspatzen" und baute
den Chor zielstrebig auf. Nach ersten gelungenen Darbietungen wuchs
schnell das Selbstbewusstsein und unter dem neuen Namen "Cantarella"
steht dem Ensemble eine hoffnungsvolle Zukunft bevor. |
|
Im Jahre 2007 ergab sich durch den überraschenden Tod des
langjährigen Chorleiters Reinhold Schömig auch ein Dirigentenwechsel
beim Männerchor: Rolf Nikolay übernahm die Leitung und führte den
recht deprimierten Chor bald zu alter Leistungsstärke zurück.
Mit dem Musical "Der kleine Tag" gelang Ende des Jahres 2007 eine
überwältigende Inszenierung, die zeigte, wie viel Power in der
"Sängerlust" steckt. Aber auch im November 2008 bewies
der Verein bei einem Bunten Abend anlässlich seines
130. Stiftungsfestes,
das zusammen mit dem 10-jährigen Bestehen des Frauenchores gefeiert
wurde, neuen Schwung und neue Begeisterung, die sich hoffentlich noch
lange fortsetzt. |
| Heute
präsentiert sich die „Sängerlust“
mit ihrem Frauenchor, dem Männerchor und dem Doppelsextett, dem Kinder-
und dem Jugendchor mit insgesamt etwa 140 Aktiven, mit erfahrenen, engagierten Chorleitern, mit
einem hervorragenden Probenlokal, mit Einsatz-
und Leistungsbereitschaft, mit einem Herz für den Chorgesang und
die Musik, ... und
hofft, dass sie in den Augen Außenstehender als lebendige Gemeinschaft
gesehen wird, als Gruppe, die Freude am gemeinsamen Tun hat, die auch
bereit ist, zum Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders in unserer
Stadt beizutragen - eben als ein Verein, in dem es sich lohnt mitzutun.
|
 |
| |
|
|
|
|
Dazu
laden wir alle recht herzlich ein:
-
aus Lust am Singen

|